Vibrierende Wohnungen

…  mit Ausblick auf finstere Zeiten (50 Seiten): PDF hier, Broschüre per Mail an info@kolonialwaren-ffm.de erhältlich (Porto/Versand 3 Euro). Und hier gehts zur Version für Kindle-Reader

Zum Inhalt: Erfahrungsbericht über meine Vertreibung aus mehreren Wohnungen mittels mißbrauchter Umweltfaktoren. Und wie unser Staat bei Verbrechen damit nicht schützt, nicht hilft, Täter*innen nicht verfolgt.

Denn die technisch erzeugten Umweltfaktoren elektromagnetische Strahlung (EMF, Mikrowellen) und tieffrequenter Schall bzw. Infraschall sind fehl- oder überhaupt nicht reguliert, obwohl sie sogar waffenfähig sind. Verbrechen mit diesen Umweltfaktoren sind wegen der Regelungslücke nicht justiziabel.

Verwaltungsrechtliche Regelungslücke

Kernpunkt der Regelungslücke ist der Ausschluss von behördlichen und somit gerichtsfesten Messungen dieser Umweltfaktoren in privaten Wohnungen – soweit es nicht um die Überprüfung der Auswirkungen von gebäudetechnischen Anlagen oder Sendemasten geht. In der Wohnung meiner ersten Vertreibung wurde nur wegen der Existenz einer Blockheizkraftanlage im Gebäudekomplex gemessen, und zwar durch das RPDA, Abteilung für Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt. Bei der zweiten erbetenen Messung in der nächsten Wohnung wurde mir vom Messteam deutlich vermittelt, dass ich als Privatperson keinen Anspruch auf öffentliche Messungen hätte (Broschüre S. 33f.).

Obwohl beide Umweltfaktoren durch Wände dringen und sogar töten können: Wenn als Quelle keine Anlage im Sinne der TA Lärm in Frage kommt, wird behördlicherseits im Normalfall in Privatwohnungen nicht gemessen. Schwangere z.B. könnten Schutz vor tieffrequentem Schall / Infraschall am Arbeitsplatz einfordern –  nicht aber in der Wohnung. Also kann es keinen harten Beweis für kriminelle Handlungen an Privatpersonen mittels der o.g. Umweltfaktoren geben und die Polizei wird selbst bei klar erkennbarer Täterschaft nicht aktiv.

Eine Strafverfolgung scheitert darüber hinaus auch daran, dass es bei tieffrequentem Schall keinen Grenzwert gibt, der überschritten werden könnte, und bei elektromagnetischer Strahlung einen unüberschreitbar hohen Grenzwert. Woraus folgt, dass privat beauftragte seriöse Messungen, für die meisten ohnehin unerschwinglich, nur zu Dokumentationszwecken taugen.

Das Wissen um die Existenz der Regelungslücke ist derzeit nur einem engen Kreis vorbehalten. Beteiligte Wissenschaftler*innen, Beamt*innen und sonstige Mitarbeiter*innen entsprechender Behörden und Ämter gehören naturgemäß dazu. Ebenso Mitarbeiter*innen der Branchen, die diese neuen Umweltfaktoren wirtschaftlich verwerten. Kriminelle Netzwerke nutzen diese Regelungslücke für ihre eigenen Zwecke: Körperverletzung, Vertreibung aus Wohnungen und Häusern, Menschenversuche, Mord.

Dank Regelungslücke kein Opferschutz

Wegen der Regelungslücke können Betroffene nicht auf staatliche Hilfe zugreifen, sollten sie mittels des Missbrauchs von tieffrequentem Schall und/oder elektromagnetischer Strahlung geschädigt werden. Das einzige staatliche Angebot ist die Psychiatrisierung. Wer sich darauf einlässt oder sich mangels Alternativen einlassen muss, delegitimiert sich selber und ist damit mundtot gemacht.

Betroffene sind mithin Kriminellen schutzlos ausgeliefert: Sie verlieren ihre Wohnungen, z.T. mehrfach, werden krank gemacht, sozial ausgegrenzt, bei der Bewältigung der Situation allein gelassen, und müssen sich zu allem Übel immer noch gegen die Unterstellung wehren, verrückt zu sein, oder hypersensibel, also selber schuld: Adding insult to injury. Die Versuche, psychologische Kategorien auf waffenfähige Umweltfaktoren anzuwenden, sind ein besorgniserregendes Indiz für die Willfährigkeit von Teilen der Gesundheitsindustrie. Wieviel Leid dadurch verursacht worden ist, das werden künftige Generationen aufarbeiten müssen.

Anzeichen eines Angriffs

Woher weiß ich, ob meine Wohnung von einem Angriff durch Missbrauch der genannten Umweltfaktoren betroffen ist? Vibrationswahrnehmungen verweisen auf das Vorhandensein von tieffrequentem Schall. Wahrnehmungen von Flirren und Pochen mit Herzrasen, brennender Haut, Taubheit der Hände und Augenprobleme verweisen auf die Einwirkung einer hohen Dosis von sog. Mikrowellen. Gegenprobe: Wohnung für mehrere Stunden verlassen und nachspüren.

Unerklärliche Schlafstörungen sind eine der häufigsten ersten Symptome eines Angriffs mit diesen Umweltfaktoren. Nach einer Weile setzt eine Sensibilisierung ein, die eine differenziertere Wahrnehmungen möglich macht. Wegen des gesundheits- und auch lebensbedrohenden Potentials dieser beiden Umweltfaktoren empfiehlt es sich, möglichst anderswo zu übernachten.

Zum Arzt statt zur Polizei?

Solche Anzeichen eines Angriffs verweisen zunächst auf ein ortsgebundenes Problem. Ein medizinisches Problem entsteht erst, wenn Betroffene dem Narrativ folgen, dass es um eine psychische Störung gehe. Denn die dauerhafte Überbelastung mit diesen Umweltfaktoren stresst den Körper und kann dazu führen, dass Sollbruchstellen reifen und Betroffene eine normal erscheinende Krankheit bekommen. Ein Nachbar im Haus der ersten Vertreibung, ein langjähriger Mieter, bekam ab dem gleichen Zeitpunkt in seiner Wohnung gesundheitliche Probleme wie ich in meiner, und starb bald darauf an einem Hirntumor (Broschüre S. 13f). Menschen, die trotz des öffentlich zugänglichen Wissens um die Wirkmacht dieser beiden Umweltfaktoren eine Psychiatrie-Unterbringung von Betroffenen empfehlen, machen sich m.E. einer Straftat schuldig.

Erzwungenes Schweigen der Betroffenen

Betroffene äußern sich in der Regel aus Gründen des Selbstschutzes nur anonym im Netz, denn Kriminelle können jederzeit weitermachen, ungehindert durch den Staat. Nach Aussage eines Aktivisten der Umwelt- und Verbraucherschutz-Organisation Diagnose Funk begehen viele Selbstmord, und das scheint gelegentlich auch beabsichtigt zu sein. Dass unter diesen Rahmenbedingungen keine Selbsthilfegruppe entstehen kann wie in anderen gesellschaftlich unterbelichteten Bereichen, das scheint ebenfalls konstruktiver Bestandteil der Regelungslücke zu sein.

Individuelle Abschirmung vor Mikrowellen?

Dennoch muss es viele Betroffene geben. Anders ist die langjährige Existenz einer ganzen Abschirmbranche gegen elektromagnetische Strahlung nicht zu erklären. Weil jede staatliche Hilfe fehlt, sind Betroffene gezwungen, auf dem neoliberal ungeregelten Markt der Möglichkeiten Hilfe zu kaufen: Die Regelungslücke funktioniert auch hier ganz gut. Nach meiner Erfahrung hilft das erstaunlich breite Angebot an Waren und Dienstleistungen aber kaum. Gegen tieffrequenten Schall gibt es keinen Schutz.

Stimmen Betroffener im Internet

In der o.g. Broschüre wird auf eine Reihe von zufällig aus dem Netz gefischten anonymen Betroffenen-Berichten auf den unterschiedlichsten Internet-Foren verwiesen, S. 21ff. Auf dem HiFi-Forum äußern sich beispielsweise mehrere Personen über die Erscheinungsformen eines Angriffs auf ihre Wohnung mit tieffrequentem Schall: Es ist Folter. Auf dem Mobbing-Forum beschreibt ein Betroffener die Mehrfach-Vertreibung seiner kompletten Familie mittels tieffrequentem Schall nach einem Nachbarschaftsstreit mit einem Bodybuilder, erst aus einem Eigenheim, dann aus mehreren Wohnungen. Und wie aussichtlos es ist, sich zu wehren: Dank der Regelungslücke.

Einer der wenigen namentlich bekannten Betroffenen ist Dr. Reinhard Munzert, ehemaliger Lehrbeauftragter der Uni Erlangen. Als die Wohnung seiner Lebensgefährtin nach einem Nachbarschaftsstreit angegriffen wurde, informierte er 2002 die Presse (Mikrowelle als Nahkampfwaffe), wurde unter dubiosen Umständen zwangspsychiatrisiert und verschriftete seine Erfahrungen in seinem inzwischen sehr umfangreichen Blog: Er scheint zuvor beruflich mit der Mikrowellentechnologie Kontakt gehabt zu haben. Hier eine m.E. schlüssige Zusammenfassung des Vorgehens von Kriminellen (runterscrollen bis „Doppelstrategie der Täter: Körperverletzung und Rufmord“).

Öffentliche zugängliche Informationen

Neutrale, ausgewogene Informationen kommen nicht von unseren Behörden, obwohl wir Bürger*innen sie da zuerst erwarten würden. Noch Anfang 2014 stand nichts über tieffrequenten Schall / Infraschall auf der Website des Umweltbundesamtes (UBA). Stattdessen veröffentlichten einige Landes-Umweltämter Studien: Der „Bericht über Ergebnisse des Messprojekts 2013-2015 der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg“ (LUBW) als Beispiel verfolgt nach Auffassung des Biologen Dr. Wolfgang Müller (Krankmacher Windkraftanlagen?, 2019) trotz des wissenschaftlich anmutenden Titels den Zweck, die gesundheitsgefährdenden Wirkungen von tieffrequentem Schall und Infraschall zu verharmlosen, um den Ausbau von Windparks voranzutreiben. „Wissenschaftlichen Betrug“ nennt der Biologe diese Studie in einem offenen Brief vom 6.7.2017 an Winfried Kretschmann und die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Das Internet ist zu diesen Umweltfaktoren eine ausgewogenere Informationsquelle, denn neben den Studien der Sorte LUBW kommen auch andere Parteien zu Wort. Grundsätzliches zu Mikrowellen , umgangsprachlich für den Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen bzw. Felder (EMF) von 1 bis 300 GHz, liefert Wikipedia, samt Hinweis auf deren Waffenfähigkeit. Der Baupraxis-Blog als einer der vielen Foren, auf denen Menschen Rat suchen, liefert kenntnisreiche Erklärungen zu Ursachen und Auswirkungen von tieffrequenten Geräuschen. Zu beachten: Die Schilderungen von Betroffenen. Und selbst in einer Publikation aus dem Bereich Marketing wird die tieffrequente Beschallung von Verkaufsräumen zur Beeinflussung von Käuferverhalten mit erstaunlicher Sachkenntnis erörtert.

In unseren traditionellen öffentlichen Medien kommen Mikrowellen und tieffrequenter Schall auffällig selten vor, und wenn, dann als Wirtschaftsfaktor, kaum als Quelle von Gefahren. Ausnahmen: Ein Tagesspiegel-Bericht von Januar 2019: Wie gesundheitsschädlich ist 5G wirklich? oder die ZDF-Doku vom November 2018 zu sein: Infraschall – Unerhörter Lärm. Anders in den englischsprachigen Zeitungen. Da ist die Umfunktionierung von Umweltfaktoren anlässlich der Schallangriffe auf Angehörige der US-Botschaft auf Kuba seit Jahren Thema. In der Guardian vom 2. September 2018 wird auch erwähnt, dass Wohnungen gezielt angegriffen werden können.

Beispielhaft für die Zurückhaltung und wahrscheinlich auch Unkenntnis der traditionellen Medien waren Berichte über die im September 2019 auffällig gewordene regionale Häufung von Fehlbildungen an Händen von Neugeborenen, die nur in einigen kleineren Zeitungen gebracht wurden. Die Regionalität kann auf den Einfluss von Sendemasten oder Windrädern zurückgeführt werden. Taube Hände sind bei Erwachsenen eines der Symptome für hohe Mikrowellen-Belastung. Tieffrequenter Schall soll durch nanomotorische Effekte auf Zellebene zu Fehlbildungen bei Fohlen geführt haben (Krankmacher Windkraftanlagen, S. 112).

Gefahren schon lange bekannt

Dass die Regelungslücke überhaupt existiert, ist auffällig, mitten im technisch so entwickelten Deutschland. Denn schon 1968 wurde Infraschall, eine Untergruppe von tieffrequentem Schall, als waffenfähig beschrieben: Neue Waffe Infraschall: Merkwürdige Experimente des Professors Gavreau. Und schon 2007 hatte das Robert Koch-Institut auf Mängel beim Schutz vor tieffrequentem Schall hingewiesen. Gesundheitliche Auswirkungen sind so schwerwiegend, dass in Dänemark der Ausbau der Windenergie auf Eis gelegt wurde: Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank?

Auch Mikrowellen sind waffenfähig: Die angeblich nicht tödlichen Active-Denial-Waffen, also Vertreibungswaffen, wie der Silent Guardian der US-Firma Raytheon, sind schon seit Jahren im Einsatz.

In einem Interview aus dem Jahre 2009 beschreibt Prof. Dr. med. Karl Hecht die Ursache für die Verleugnung der damals schon offensichtlichen Gefahren durch den Mobilfunk: Nichts gesucht – nichts gefunden. Er hatte 1996/97 im Auftrag des damaligen Bundesamtes für Telekommunikation flächendeckende Langzeituntersuchungen in Russland ausgewertet und verweist insbesondere auf die Gefahren für Kinder, kranke und alte Menschen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Das zuständige Bundesamt für Umwelt (BMU) samt den zugeordneten Behörden, dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), verhält sich bemerkenswert desinteressiert, obwohl eben die Gefährlichkeit der neu genutzten Umweltfaktoren schon lange bekannt ist: Was ich nicht (offiziell) weiß, macht mich nicht heiß? Eigentlich wäre das BMU verpflichtet, sich an das 2005 übernommene Vorsorgeprinzip zu halten, wonach neue Techniken erst ausgerollt werden dürfen, wenn ihre Unschädlichkeit nachgewiesen ist.

Zu tieffrequentem Schall / Infraschall geht der behörden-öffentliche Wissenstand beim UBA noch immer nicht über die Sammlung und Bewertung von Studien hinaus: Die „Machbarkeitsstudie zur Wirkungen von Infraschall“ ist erst Mitte 2014 erschienen. Der politische Wille zur Regulierung von tieffrequentem Schall / Infraschall fehlt weiterhin, u.a. weil Opfer dank der Gesundheitsindustrie erfolgreich mundtot gemacht werden.

Den deutlich bekannteren elektromagnetischen Wellen / Mikrowellen spricht das BfS die Gefährlichkeit weiterhin rundheraus ab. Obwohl es selbst nach Eingeständnis des BfS noch keine Erkenntnisse über die Langzeitwirkung auf Kinder, kranke oder alte Menschen geben kann. Die „offizielle“ Einschätzung ist so widersprüchlich, dass 2017 das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) mit einer erneuten Evaluierung der vorliegenden Studien beauftragt wurde – Bericht steht noch aus.

Bei der Definierung von Grenzwerten für Mikrowellen ist eine umstrittene privater Verein maßgeblich: ICNIRP (International commission on non-ionizing radiation protection), angesiedelt im Bundesamt für Strahlenschutz BfS. Ein privater Verein, der seine Mitglieder nach eigenen Kriterien ernennt? Das könnte die perfekte Vertretung für privatwirtschaftliche Interessen sein, und wie bestellt: Das BfS übernimmt die 1998 festgelegten, einzig auf die Wärmewirkung beschränkten Grenzwertempfehlungen dieses privaten Vereins, und inzwischen auch die halbe Welt: Funktionierende Lobbyarbeit.

Dagegen haben schon Heerscharen von Wissenschaftlern aus aller Welt protestiert. Beispielsweise warnten im September 2017 über 180 Wissenschaftler*innen vor Risiken durch 5G – auffällig vergeblich in unserer auf Natur-Wissenschaften aufgebauten Welt. Das hat mit dem Einfluss des „ICNIRP-Kartells“ zu tun, deren Mitglieder den „offiziellen“ Diskurs durch Ämterverflechtungen kontrollieren. Beispiel: Vier der sechs Mitglieder einer Expertengruppe, die das WHO „International EMF Project“ aktualisieren sollen, arbeiten für den privaten Verein.

Bemerkenswert ist, dass die Gefährlichkeit der beiden Umweltfaktoren auf ganz ähnliche Weise kleingerechnet wird, indem willkürlich herausgegriffene Parameter zu den entscheidenden Messgrößen erklärt wurden: Bei Mikrowellen der thermische Oberflächeneffekt, bei tieffrequentem Schall die Hörbarkeit.

Kann es sein, dass die dekadenlangen Proteste und die wissenschaftlichen Forschungen zur Gefährlichkeit von Mikrowellen und tieffrequentem Schall an den Beamten in Entscheidungspositionen im Bundesamt für Umwelt einfach vorbeigegangen ist? Kann es sein, dass Beraterfirmen Verwertungsinteressen der Privatwirtschaft in staatliche Verfahrensvorschriften gegossen und ausreichende gesetzliche Schutzmaßnahmen verhindert haben? Wie die Privatwirtschaft staatliche Regulierungen manipuliert und unterläuft, ist am derzeit laufenden Prozess zum CumEx-Steuerraub gut zu studieren.

Fehlende bzw. extrem hohe Grenzwerte

Dass es für tieffrequenten Schall und Infraschall immer noch kein akzeptables Meßverfahren und demnach auch keinen Grenzwert gibt, wie auf S. 20 einer Broschüre des Umweltbundesamtes vom März 2017 nachzulesen: „Tieffrequente Geräusche im Wohnumfeld – Ein Leitfaden für die Praxis“, ist ein starkes Indiz für Lobbyismus. Die Tatsache, dass eine Unterbehörde des BMU darauf hinweist, klingt fast wie ein Hilferuf.

Die derzeit angewandte TA Lärm, vor über 50 Jahren für Hörschall entwickelt, ist in Bezug auf tieffrequenten Schall ein unzureichendes Behelfskonstrukt (Krankmacher Windkraftanlagen, S. 56ff). Die dazugehörige DIN 45680 aus 1997 wird schon seit vielen Jahren überarbeitet: In der Entwurfsfassung 2013 wurde „durch Mehrheitsbeschluss“ am messtechnisch fragwürdigen A-Filter festgehalten (Krankmacher Windkraftanlagen, S. 100), als ob sich tieffrequenter Schall an Mehrheitsbeschlüssen hielte, spottet Biologe Wolfgang Müller im o.g. Buch.

Bei Mikrowellen sind die Grenzwerte in Deutschland so hoch angesetzt, dass selbst die Umweltwaffe Silent Guardian vermutlich noch legal wäre: Nach einer Mail des Bundesamtes für Strahlenschutz aus dem Jahr 2014 schöpft die Industrie die Grenzwerte lediglich zu 1 – 3 % aus. In anderen Ländern sind die Grenzwerte trotz aller Bemühungen seitens der Telekom-Industrie erheblich niedriger. In der Schweiz etwa wird das Vorsorge-Prinzip respektiert: Weil die Schädlichkeit des Mobilfunks noch nicht ausgeschlossen werden kann, dürfen Sendemasten da, wo sich Menschen lange aufhalten, nur ein Zehntel der EU-üblichen Strahlenwerte erzeugen.

Was auffällt: Bei dem Umweltfaktor Hörschall existieren Grenzwerte, öffentliche Institutionen messen kostenfrei in Privatwohnungen, jedenfalls war das früher so, Meßergebnisse sind gerichtsverwertbar. Warum gilt das nicht auch für die neu genutzten Umweltfaktoren tieffrequenter Schall und Mikrowellen, die sehr viel gefährlicher sein können, besonders wenn sie mißbraucht werden?

Anfragen an Behörden

Was tut unser Staat, um uns Bürger*innen vor dem Missbrauch dieser Umweltfaktoren zu schützen? Warum sind diese Umweltfaktoren nicht bzw. so mangelhaft reguliert? Eine mögliche Antwort: Der Bund erzielt mit der Privatisierung, also dem Verkauf der Frequenzen an die Privatwirtschaft, hohe Einnahmen und steht unter außerordentlich hohem Lobby-Druck bei der Durchsetzung der sog. Energiewende mit Hilfe von Anlagen, die tieffrequenten Schall absondern können: Windkraftanlagen sind dabei besonders umstritten.

Zahllose Mails und Briefe an Behörden und Institutionen auf kommunaler Ebene, auf Landes- und auf Bundesebene und auch an Fachausschüsse im Deutschen Bundestag seit 2014 haben mich folglich nicht weitergebracht. Wenn ich überhaupt einer Antwort gewürdigt wurde, kamen kafkaeske Verweise auf andere Stellen: Unwahrscheinlich, dass die Mitarbeiter*innen in den diversen Behörden nicht gewusst haben, welches Problem ich ihnen vorlege. Dass es keinen Versuch gab, meine Frage auf dem kurzen Dienstweg zwischen den verschiedenen Behörden zu klären, lässt darauf schließen. Eine vernünftige Handreichung oder gar ein konkretes Hilfsangebot zur Linderung meiner drastischen Notlage? Fehlanzeige! Lauter brave Beamte, die bloß ihre Pflicht erfüllen und tun, was ihnen aufgetragen wird? Hatten wir das nicht schonmal?

Erschwerend kommt hinzu, dass zwar das Bundesamt für Umwelt den rechtlichen und verwaltungstechnischen Rahmen setzt, innerhalb dessen diese Umweltfaktoren genutzt werden dürfen. Aber dass die Umweltbehörden der Länder für die Umsetzung des Bevölkerungsschutzes zuständig sind. Soll das bedeuten, dass auf Landesebene die gesetzlichen und verwaltungstechnischen Festlegungen erfolgen sollen, von Bundesland zu Bundesland verschiedene? Wie soll das gehen bei solch riesigen Regelungslücken auf Bundesebene?

Das Hessische Umweltministerium schreibt entsprechend mit Brief vom 29. Juli 2019: Für den Missbrauch der Umweltfaktoren tieffrequenter Schall und elektromagnetische Strahlung sind wir nicht zuständig, sondern nur für Immissionen/Emissionen aus Anlagen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, nämlich z.B. Blockheizkraftanlagen oder Sendemasten. Für alles andere, beispielsweise Missbrauch der o.g. Umweltfaktoren durch Einsatz von Umweltwaffen gegen Nachbarn, sei das Hessische Innenministerium zuständig. Meine Anfragen an das hessische Innenministerium, wie es die Hess*innen vor dem Missbrauch der hier verhandelten Umweltfaktoren schützt, blieben ohne Antwort. Vielleicht bringt meine Anfrage an Innenminister Beuth himself vom 11.1.2010 endlich Aufklärung?

Der Verweis auf die Polizei in dem o.g. Brief aus dem Hessischen Umweltministerium ist dabei wegen der gegenwärtigen Regelungslücke geradezu zynisch: Die Staatsanwaltschaft bzw. die Polizei wurde auf meine drei Anzeigen nicht aktiv, trotz des toten Nachbarn und der vielen Indizien für Täterschaft bei der ersten manifesten Vertreibung in der Wohnung des Frankfurter Beamten-Wohnungs-Vereins und der letzten in der Frankfurter Senioren-Wohnanlage der ABG: Wo hätte sie auch ansetzen können mit Untersuchungen, da es keine gesetzlichen und verwaltungstechnischen Definierungen für den Missbrauchsfall gibt? Keine oder viel zu hohe Grenzwerte? Keine Protokolle behördlicher Messungen durch das Ordnungs- oder das Umweltamt Frankfurt als Indizien?

Würde mein Fall aber in der gegenwärtigen Situation vor ein Gericht kommen: Müssten die tendenziösen Studien der Umweltämter bei der Urteilsfindung nicht zugrunde gelegt werden, wonach es meine Erlebnisse und die viele anderer Menschen gar nicht geben dürfte?

Petitionen an den Bundestag

Um beim Bundesamt für Umwelt eine Grundgesetz- und Rechtsstaat-konforme Regulierung von Mikrowellen zu erwirken, haben besorgte und wahrscheinlich auch geschädigte Bürger*innen vor mehreren Jahren eine nicht-öffentlichen Sammel-Petition an den Deutschen Bundestag („Strahlenschutz“, Pet 2-19-18-99999-005275) gerichtet.

Meine Petition vom Mai 2018 wurde dieser Petition zugeordnet, obwohl sie nicht nur Mikrowellen betraf, sondern auch tieffrequenten Schall. Ich musste mehrmals darauf hinweisen, bevor eine zusätzliche nicht-öffentliche Petition angelegt wurde, auf die das Bundesministerium für Umwelt per 27.09.2019 erstaunlich kurzfristig antwortete: Es gebe kein Problem, denn es gebe das Bundes-Immissionsschutzgesetz und die TA Lärm, und im übrigen liege bei tieffrequentem Schall die Verantwortung für den Bevölkerungsschutz bei den Ländern.

Auffällig an diesem Brief ist das Fehlen eines Hinweises auf Grenzwerte. Stattdessen gibt es die interessante Formulierung, die TA Lärm gehe „zu Recht“ davon aus, dass nach „umfangreichen Vollzugserfahrungen“ keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch „Anlagengeräusche“ (!) auftreten. Praxiserfahrung statt Grenzwerte? Da meine Frage nicht beantwortet worden war, wie der Staat seine Bürger*innen vor Missbrauch des waffenfähigen tieffrequenten Schalls schützt, habe ich die angebotene Beendigung meiner Teilpetition abgelehnt. Pet 2-1 9-1 8 -2705-032219 läuft also noch. Hoffe ich.

Markus Stockhausen aus der berühmten Musikerfamilie hat zum Jahreswechsel 2019/2020 eine Petition von Kreativen gestartet: Stoppt 5G in Deutschland und im All, denn 5G wird anscheinend auch im Weltall implementiert und kann so zu einem weltweiten Kontrollsystem ausgebaut und als Waffe eingesetzt werden. Hier sein gut dokumentierter offener Brief an Merkel, Schäuble, Grütters e tutti quanti  – ganz runterscrollen dafür!

Was die Polizei gegen kriminelle Handlanger tun könnte

Wegen der ausgeklügelten Regelungslücke stehen Polizei und Justiz den Klagen von Betroffenen erstmal hilflos gegenüber, zumal der politische Wille zu Regelung und Strafverfolgung so offensichtlich fehlt. Dennoch wären Untersuchung, Spurensicherung und evtl. eine Klage eigentlich jetzt schon möglich, unabhängig von Grenzwerten.

Angriffe auf Wohnungen mittels mißbrauchter Umweltfaktoren kommen nach meiner Erfahrung aus angrenzenden Wohnungen, und zwar durch wechselnde Handlanger, motiviert durch Geld und/oder Ideologie. Eingesetzt werden dafür gern umfunktionierte haushaltsübliche Geräte, sodass eine Ortsbegehung nicht unbedingt Auffälligkeiten ergeben würde. Indizien bzw. Beweise für einen Missbrauch o.g. Umweltfaktoren müssen daher zwingend durch qualifizierte Messungen in der betroffenen Wohnung gewonnen werden, und zwar über einen längeren Zeitraum, samt gerichtsverwertbaren Messprotokollen. Notwendig sind auch Vergleichsmessungen in anderen Wohnungen und die Beobachtung des Stromverbrauchs des vermuteten Täters. Ungewöhnlicher Wohlstandszuwachs wäre ebenfalls ein Indiz für mögliche Täterschaft.

Kriminelles Netzwerk mit Verbindung zur Industrie?

Die übergeordnete Steuerungsebene mit Zugriff auf existierende Netzwerke, beispielsweise in der Pflegebranche, scheint in meinem Fall nicht an der immer wieder stattfindenden Vertreibung aus Wohnungen interessiert zu sein, wie ich ursprünglich vermutet hatte. Ziel scheint vielmehr, eine Versuchsanordung stabil zu halten: In der mein psycho-physischen Reaktionen auf wechselnde Belastungszustände mit der Kombi Mikrowellen und tieffrequentem Schall beobachtet werden? Wieviel davon es braucht, bis ich eines scheinbar natürlichen Todes sterbe?

Vor meinem letzten Umzug im September 2019 ereigneten sich in meinem persönlich/familiären Umfeld besonders merkwürdige Dinge, die auf ein Netzwerk an Medizinern mit Verbindung zu einem Frankfurter Krankenhaus und zu Siemens in Erlangen zu verweisen scheinen. In meiner im Februar 2018 veröffentlichen obigen Broschüre erwähne ich bereits einige verdächtige Verbindungslinien nach Erlangen, ohne dass ich damals Genaueres wusste (S. 21, S. 27). Nach meinen daraufhin wiedergelesenen Tagebuch-Aufzeichnungen scheint mein Status als Versuchskaninchen für die hier diskutierten Umweltfaktoren weit in die Zeit vor 2014 zu reichen. Kommodifizierung von Menschen, gar Angehörigen? In diese Richtung weiterzudenken ist schwierig, aber leider inzwischen ausreichend durch Indizien gestützt.

Grundgesetzlich garantierte Schutzrechte?

Ich bin überzeugt davon, dass mir eigentlich staatlicher Schutz zustehen würde. Diesen Schutz kann ich aber wegen der beschriebene verwaltungstechnischen Regelungslücke und der fehlenden gesetzlichen Spezifizierungen nicht abrufen. Ist es möglich, dass unser Rechtsstaat statt der Bürger*innen die Kriminellen schützt – um die Wirtschaft zu schützen?

Was trotz der unglaublich menschenverachtenden Situation mitten im reichen und wohlgeordneten Deutschland doch Hoffnung macht: Im Dezember 2017 wurde weltweit erstmalig von Australia`s Administrative Appeals Tribunal AAT bestätigt, dass tieffrequenter Schall einen „plausiblen Weg in die Krankheit“ darstelle und dass die A-Bewertung – dB(A) – nicht geeignet sei, den tieffrequenten Schall von Windkraftanlagen zu messen. (Krankmacher Windkraftanlagen, S. 98) Für Mikrowellen wird auch noch ein entsprechendes erstes Urteil irgendwo auf der Welt fallen, vielleicht sogar in Deutschland…

Januar 2020

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